Für Sportvereine

Heimspieltag besetzt
ohne zwanzig Telefonate

Kasse, Kiosk, Grill, Schiedsrichterbetreuung, Platzdienst: An einem Spieltag entstehen zwanzig kleine Einsätze. Schichtplaner macht daraus einen Plan, in den sich Mitglieder und Eltern selbst eintragen.

Viele kleine Einsätze, verteilt über die ganze Saison

Ein Sportverein hat selten den einen grossen Anlass. Er hat Heimrunden, ein Clubturnier, das Trainingslager-Sponsorenessen und die Festwirtschaft am Auffahrtsturnier. Jeder dieser Anlässe braucht für sich betrachtet wenig Personal – acht bis dreissig Personen. Zusammengenommen sind es über eine Saison hinweg mehrere hundert Einsatzstunden, die niemand zentral im Kopf behalten kann.

Daraus entstehen zwei typische Probleme. Erstens verteilt sich die Last extrem ungleich: Die Familien, die beim ersten Aufruf immer antworten, stehen im Mai zum fünften Mal an der Kasse, während andere im ganzen Jahr keinen Einsatz geleistet haben. Zweitens ist der Spieltag selbst heikel. Wenn die Kasse um 08:00 nicht besetzt ist, fehlt Geld; wenn niemand die Schiedsrichter empfängt, wirkt der Verein unorganisiert gegenüber Gästen und Verband.

Die Lösung liegt weniger im schöneren Plan als in der Nachvollziehbarkeit: Wer hat wie viel geleistet, welcher Posten ist noch offen, und wer wurde am Spieltag tatsächlich gesehen. Genau diese drei Fragen beantwortet Schichtplaner ohne zusätzliche Excel-Datei.

Beispiel-Schichtplan: Heimspieltag mit Festwirtschaft

Ein Samstag mit Junioren-Heimrunde am Morgen, Aktivspiel am Nachmittag und Festwirtschaft. So sieht der Plan aus, wenn er fertig ist – 28 Plätze in zehn Schichten.

Sa · 07:30–09:00

Platz herrichten, Tore stellen, Linien kontrollieren

4

Nur Erwachsene, Traktorschlüssel beim Platzwart

Sa · 08:00–12:00

Kasse Eingang Nord

2

Wechselgeld 300 CHF, Kassenbuch im Container

Sa · 08:00–12:00

Kiosk: Kaffee, Gipfeli, Getränke

3

Eine Person mit Kassenerfahrung erwünscht

Sa · 08:30–12:30

Schiedsrichterbetreuung Junioren

1

Spesen auszahlen, Garderobe aufschliessen

Sa · 09:00–13:00

Zeitnehmer / Anschreiber Halle

2

Kurze Einführung um 08:45 vor Ort

Sa · 11:00–15:00

Grill: Bratwurst, Cervelat, Pommes

3

Hitzeschutz vorhanden, keine Jugendlichen an der Fritteuse

Sa · 12:00–16:00

Kasse Eingang Nord (2. Block)

2

Übergabe Kassenbestand an Vorgängerschicht

Sa · 13:00–17:00

Festwirtschaft Ausschank

4

Ab 18 Jahren wegen Bierausgabe

Sa · 15:30–18:00

Platzspeaker und Resultatdienst

1

Mikrofonanlage im Speakerhaus

Sa · 17:00–19:30

Abbau, Reinigung Garderoben, Entsorgung

6

Wichtigste Schicht – zuerst besetzen

Die Abbauschicht am Abend ist erfahrungsgemäss die unbeliebteste. Sie zuerst zu veröffentlichen und mit einem höheren Einsatzwert zu bewerten, füllt sie deutlich schneller.

Was für Sportvereine besonders relevant ist

Vier Punkte, die im Vereinsalltag den Unterschied zwischen Plan und Chaos machen.

Einsätze über die ganze Saison

Ein Verein mit acht Heimrunden plant nicht ein Event, sondern acht. Jede Heimrunde ist ein eigenes Event mit eigenem Plan, die Einsätze zählen aber auf dasselbe Jahressoll pro Mitglied.

Eltern statt Mitglieder als Helfer

Bei Juniorenabteilungen leisten die Eltern die Einsätze. Sie werden pro Mannschaft als Gruppe geführt, damit sichtbar bleibt, welche Mannschaft ihren Anteil bereits abgedeckt hat.

Kassenübergaben ohne Rückfragen

Bei Kasse und Kiosk zählt die saubere Übergabe. In der Schichtbeschreibung stehen Wechselgeld, Abrechnungsort und Ansprechperson – wer die Schicht öffnet, liest genau das.

Schiedsrichter- und Zeitnehmerdienst

Diese Posten brauchen bestimmte Personen, nicht irgendjemanden. Sie werden direkt zugewiesen statt zur freien Anmeldung geöffnet, mit Erinnerung am Vortag.

Vom Spieltag zur Saisonabrechnung

Am Spieltag steht der Bereichsverantwortliche im Container und will nicht suchen, sondern sehen: Wer ist da? Der QR-Code hängt bei der Kasse, die Helfer checken bei Schichtbeginn selbst ein, fehlende Personen trägt er von Hand nach. Damit ist die Anwesenheit erfasst, während der Anlass läuft – nicht drei Wochen später aus der Erinnerung.

Am Saisonende hat der Vorstand dadurch eine belastbare Grundlage. Er sieht pro Mitglied und pro Mannschaft die geleisteten Einsätze und kann Regeln umsetzen, die vorher nicht kontrollierbar waren: zwei Einsätze pro Familie und Saison, sonst ein Aufpreis auf den Beitrag. Diese Regel wirkt nur, wenn die Zahlen unbestritten sind – und das sind sie, wenn jede Anwesenheit am Anlass selbst bestätigt wurde.

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