Für Fasnachtsgesellschaften

Sechs Tage Fasnacht
in einem Plan, den alle verstehen

Umzug, Schnitzelbank, Monsterkonzert, Nachtwache und Abbau am Aschermittwoch – inklusive Schichten, die erst um 03:30 enden. Schichtplaner ist für diese Realität gebaut.

Kein anderer Vereinsanlass läuft so lange durch

Die Fasnacht ist planerisch ein Sonderfall. Sie dauert nicht einen Abend, sondern von Mittwoch bis Mittwoch. Sie hat mehrere völlig unterschiedliche Anlässe innerhalb derselben Woche: einen Umzug mit Ordnerdienst am helllichten Tag, einen Schnitzelbank-Abend im Saal, ein Monsterkonzert mit Bar und Bonverkauf bis in die Nacht, dazu Materialdepot und Zelt, die auch zwischen drei und sieben Uhr morgens bewacht werden müssen.

Genau diese Nachtstunden sind der Punkt, an dem gewöhnliche Planungshilfen aussteigen. Eine Tabelle, die pro Tag eine Spalte hat, kann eine Schicht von 23:00 bis 03:30 nicht darstellen, ohne sie aufzuteilen. Aufgeteilte Schichten werden aber falsch gezählt, und der Helfer sieht nicht, dass er in Wahrheit vier Stunden hinter der Bar steht.

Der zweite Punkt sind die Auflagen. Bei einem Anlass mit Alkoholausschank ist es nicht egal, wer eingeteilt ist. Wer nicht 18 ist, darf nicht an die Bar – kann aber den Confettiverkauf am Umzug übernehmen. Diese Unterscheidung muss im Plan stehen und nicht im Kopf des Barchefs.

Beispiel-Schichtplan: Fasnachtswoche

Zwölf Schichten von Mittwochabend bis zum Abbau am folgenden Mittwoch, 85 Plätze. Mehrere Nachtblöcke sind dabei, ebenso zwei Posten mit fixer Instruktion.

Mi · 17:00–21:00

Zeltaufbau, Bars montieren, Stromverteilung

10

Elektriker anwesend, Schlüssel beim Zeltmeister

Do · 16:00–19:00

Wagenkontrolle und Materialausgabe Umzug

4

Warnwesten und Funkgeräte ausgeben

Do · 19:00–23:30

Bar Zelt, Schicht 1

6

Ab 18 Jahren, Alterskontrolle bei Spirituosen

Do · 23:00–03:30

Bar Zelt, Schicht 2 (Nachtblock)

6

Ab 18 Jahren, Übergabe Kassenbestand um 23:15

Fr · 03:00–07:00

Nachtwache Materialdepot und Zelt

2

Zu zwei Personen, Handynummer Sicherheitsdienst in der Schicht vermerkt

Fr · 19:30–23:00

Schnitzelbank-Abend: Einlass, Saalordnung, Kasse

5

Programmablauf im Anhang der Schicht

Sa · 12:30–17:30

Umzug: Ordnerdienst Streckenabschnitt Dorfplatz

12

Instruktion 12:00 beim Feuerwehrmagazin

Sa · 13:00–18:00

Umzug: Confetti- und Getränkeverkauf mobil

6

Jugendschicht bis 16 Jahre möglich

Sa · 17:30–22:00

Guggenkonzert Zelt: Bühne, Ton, Betreuung Cliquen

5

Zeitplan der Auftritte in der Beschreibung

Sa · 22:00–02:30

Bar und Bonverkauf Monsterkonzert

8

Ab 18 Jahren, zwei Kassen parallel

Di · 20:00–23:00

Fasnachtsverbrennung: Platzsicherung und Feuerwache

6

Absprache mit Feuerwehr, Löschposten besetzt

Mi · 08:00–13:00

Abbau, Reinigung Dorfplatz, Materialrückführung

15

Pflichteinsatz aller Aktivmitglieder

Ein bewährter Aufbau: Nachtblöcke höher bewerten als Tagesschichten, und den Abbau am Aschermittwoch bereits vor der Fasnacht als Pflichteinsatz kommunizieren.

Was an der Fasnacht besonders relevant ist

Nachtschichten, Alterslimiten und viele Gruppen unter einem Dach.

Schichten über Mitternacht

Eine Barschicht von 23:00 bis 03:30 endet am Folgetag. Solche Zeitfenster lassen sich sauber erfassen und erscheinen in der Tagesübersicht dort, wo sie beginnen – nicht doppelt an zwei Tagen.

Alterslimite verbindlich

Posten mit Alkoholausgabe sind Schichten ab 18 Jahren und müssen bei der Anmeldung bestätigt werden. Für jüngere Helfer gibt es die Jugendschicht bis 16 Jahre, etwa beim Confettiverkauf.

Sechs Tage in einem Event

Vom Zeltaufbau am Mittwoch bis zum Abbau am Aschermittwoch bleibt alles ein Event. Die Ansicht lässt sich pro Tag filtern, sodass niemand durch 60 Schichten scrollen muss.

Cliquen und Guggen als Gruppen

Wenn mehrere Cliquen und Guggen zusammen ein Programm tragen, werden sie als Gruppen geführt. Die Auswertung zeigt, welche Gruppe wie viele Einsatzstunden geleistet hat.

Warum die Woche danach genauso wichtig ist

Nach dem Aschermittwoch will niemand mehr rekonstruieren, wer die Nachtwache am Freitag gemacht hat. Wenn die Anwesenheit während des Anlasses erfasst wurde, ist die Abrechnung dennoch in einer Sitzung erledigt: geleistete Stunden pro Person, Einsatzsumme pro Clique, offene Posten, die im nächsten Jahr anders geplant werden müssen.

Für viele Gesellschaften ist zudem die Entschädigung relevant. Wer bestimmte Nachtblöcke übernimmt, erhält Bons, eine Vergütung oder eine Reduktion des Jahresbeitrags. Weil jede Schicht ihren eigenen Einsatzwert trägt, entsteht diese Abrechnung direkt aus dem Plan – und der Vorstand diskutiert nicht mehr darüber, ob drei Stunden Umzugsdienst dasselbe wert sind wie vier Stunden Bar um zwei Uhr nachts.

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