Für Sportturniere

Ein Turniertag
in dem jede Minute sitzt

Startbüro um 06:30, Zeitmessung ab 07:00, Rangliste bis zur Siegerehrung, dazu Streckenposten, Verpflegung und Abbau. Schichtplaner hält die Kette lückenlos.

Der Zeitplan verzeiht keine Lücke

Ein Turnier unterscheidet sich von einem Fest in einem Punkt: Es hat einen fixen Ablauf, der von aussen sichtbar ist. Wenn an einem Dorffest die Bar zehn Minuten später öffnet, merkt es niemand. Wenn am Turnier das Startbüro um 06:30 nicht besetzt ist, stehen dreissig angemeldete Teams in der Kälte und der erste Start verschiebt sich – und mit ihm der ganze Tag, bis hinunter zur Siegerehrung, für die die Familien mit dem Zug angereist sind.

Deshalb gibt es bei einem Turnier zwei Klassen von Posten. Die eine ist zeitkritisch und qualifikationsabhängig: Startbüro, Zeitmessung, Resultatdienst, Schiedsrichter. Hier darf nicht die schnellste Anmeldung entscheiden, sondern die Turnierleitung. Die andere Klasse ist flexibel und braucht vor allem Menge: Streckenposten, Platzdienst, Verpflegung, Auf- und Abbau. Diese Schichten funktionieren gut mit freier Anmeldung, weil sie sich gegenseitig auffangen.

Ein guter Turnierplan behandelt diese beiden Klassen unterschiedlich – bei der einen steuert die Leitung, bei der anderen der Selbstlauf. Genau das lässt sich in Schichtplaner pro Posten festlegen.

Beispiel-Schichtplan: Turniertag mit Zeitmessung und Rangliste

Ein Sonntag von 06:00 bis 18:30 mit elf Schichten und 58 Plätzen – von der Anmeldung über die Streckenposten bis zur Materialrückgabe.

So · 06:00–07:30

Aufbau: Startgelände, Zielbogen, Absperrungen

8

Material am Vorabend geliefert, Plan beim Turnierbüro

So · 06:30–09:30

Startbüro: Anmeldung, Nachmeldungen, Startnummern

4

Zwei Laptops, Startliste bereits importiert

So · 07:00–13:00

Zeitmessung Start und Ziel

3

Transponder und Handzeitnahme als Reserve, Einführung 06:45

So · 07:30–13:00

Streckenposten Abschnitt 1 bis 4

8

Je zwei Personen pro Posten, Funk und Warnweste

So · 08:00–12:00

Platzdienst Feldspiele: Netze, Bälle, Spielfeldwechsel

5

Spielplan halbstündlich, Wechsel exakt einhalten

So · 08:30–14:30

Verpflegungsposten Strecke: Wasser, Isotonisches, Bananen

6

Nachschub 10:30, Abfallsäcke bereitstellen

So · 09:00–15:00

Rangliste und Resultatanzeige

2

Resultate laufend erfassen, Ausdruck beim Zielbogen

So · 10:00–15:00

Festwirtschaft: Grill, Salate, Getränke

6

Spitze zwischen 11:30 und 13:30

So · 11:00–16:00

Sanitätsposten Zielbereich

2

Samariterverein, eigener Postenplan

So · 14:30–16:00

Siegerehrung: Preise, Speaker, Fotos

4

Preise nach Kategorie vorsortiert

So · 15:30–18:30

Abbau, Materialrückgabe, Reinigung Anlage

10

Transponder vollständig zählen und quittieren

Wer die Schichtgrenzen bewusst um 15 bis 30 Minuten überlappen lässt, verhindert die typische Turnierlücke: Die Ablösung ist schon da, wenn die vorherige Person geht.

Was am Turniertag besonders relevant ist

Fixe Zeitpunkte, doppelt besetzte Posten und Belastungsspitzen.

Posten mit fixem Zeitpunkt

Zeitmessung und Startbüro dürfen keine Minute leer sein. Solche Schichten beginnen vor dem ersten Start, haben eine Instruktionszeit in der Beschreibung und werden direkt zugeteilt.

Streckenposten paarweise

Ein Streckenposten wird nie allein besetzt. Zwei Plätze pro Abschnitt, Angaben zu Funkkanal und genauem Standort direkt in der Schicht – so findet die Ablösung den Posten ohne Anruf.

Rangliste ohne Wartezeit

Resultatdienst und Siegerehrung hängen aneinander. Beide Schichten überlappen bewusst, damit die Rangliste bereit ist, wenn der Speaker beginnt.

Verpflegung nach Belastungsspitze

Die Festwirtschaft braucht zwischen 11:30 und 13:30 doppelt so viele Leute wie um 15:00. Statt einer langen Schicht plant man einen Kernblock mit erhöhter Platzzahl.

Von der Startliste bis zur Materialrückgabe

Am Turniermorgen hat die Turnierleitung genug zu tun. Sie will nicht Helfer suchen, sondern nur wissen, ob alle Posten stehen. Bei Schichtbeginn checken die Helfer über den QR-Code ein, unbesetzte Posten sind damit sofort erkennbar – früh genug, um jemanden von der Festwirtschaft an den Streckenposten zu schicken, statt es beim ersten Läuferfeld zu merken.

Am Ende des Tages geht es um zwei Dinge: Das Material muss vollständig zurück, und die Einsätze müssen erfasst sein. Die Abbauschicht trägt die Inventarliste in der Beschreibung, damit die Transponder gezählt und quittiert werden. Und weil jede Anwesenheit bestätigt wurde, weiss der Vorstand am Montag, wie viele Einsatzstunden das Turnier gekostet hat und wer sie geleistet hat – die Basis für die Planung des nächsten Jahres und für jede Diskussion über Entschädigungen.

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