Für Dorffeste & Chilbi

Vier Vereine, ein Fest
und ein gemeinsamer Plan

Bars, Grill, Kuchenbuffet, Kinderspiele, Kasse und Parkplatzdienst – verteilt auf mehrere Vereine. Schichtplaner hält die Bereiche getrennt und macht am Ende sichtbar, wer wie viel geleistet hat.

Die Schwierigkeit liegt zwischen den Vereinen

Ein Dorffest ist selten ein Anlass eines einzelnen Vereins. Der Turnverein stellt das Zelt, der Musikverein spielt am Frühschoppen und führt die Weinstube, die Feuerwehr übernimmt Verkehrs- und Brandwache, die Landfrauen das Kuchenbuffet. Jeder dieser Vereine hat seine eigene Mitgliederliste, seine eigene Kommunikationsgewohnheit und seine eigene Vorstellung davon, was ein fairer Anteil ist.

Genau daran scheitern die üblichen Hilfsmittel. Eine Excel-Datei im Mailanhang liegt nach zwei Tagen in fünf Versionen vor, weil jeder Verein seine Namen selbst eingetragen hat. Eine WhatsApp-Gruppe mit 90 Personen ist nach dem ersten Abend unbenutzbar. Und am Sonntagabend nach dem Abbau beginnt die Diskussion, die jedes Jahr wiederkehrt: «Wir waren mit zwölf Leuten da, ihr mit vier.»

Mit einer gemeinsamen Planung ändert sich beides. Jeder Verein bewirtschaftet seine Bereiche selbst und sieht dort auch die Kontaktdaten seiner Leute. Die Festleitung sieht die Gesamtbelegung. Und die Auswertung nach dem Fest weist die Einsätze pro Verein aus – ohne dass jemand eine Liste zusammenschreiben muss.

Beispiel-Schichtplan: Dorffest von Donnerstag bis Sonntag

Zwölf Schichten über vier Tage, 77 Plätze, verteilt auf Infrastruktur, Verpflegung, Bars, Chilbi, Verkehr und Abbau.

Do · 17:00–21:00

Festgelände stellen: Zelte, Bänke, Beschilderung

14

Alle beteiligten Vereine, Materialplan beim Festwirt

Fr · 16:30–19:00

Bonverkauf und Kassenstart

3

Bonrollen und Wechselgeld pro Verein getrennt

Fr · 17:00–21:00

Grill: Bratwurst, Steak, Pommes

4

Kohle und Gas beim Depot, Hitzeschutz vorhanden

Fr · 18:00–23:00

Bar Festzelt, Schicht 1

5

Ab 18 Jahren

Fr · 22:30–02:30

Bar Festzelt, Nachtschicht

5

Ab 18 Jahren, Kassenabschluss um 02:00

Sa · 10:00–14:00

Parkplatzdienst Schulhausareal

4

Warnwesten, Rettungsachse durchgehend frei halten

Sa · 11:00–15:00

Chilbi: Kinderspiele und Preisausgabe

6

Jugendschicht bis 16 Jahre möglich

Sa · 11:30–16:00

Küche: Mittagsservice und Kuchenbuffet

5

Kuchenliste in der Schichtbeschreibung

Sa · 15:00–20:00

Bar Weinstube und Bonwechsel

4

Ab 18 Jahren, zweite Kasse ab 17:00

Sa · 19:30–00:30

Eingangskontrolle Festzelt Konzertabend

4

Bändeli-Ausgabe, Kapazität 600 Personen

So · 09:00–12:00

Frühschoppen: Service und Ausschank

5

Musikverein spielt ab 10:00

So · 12:00–17:00

Abbau, Reinigung, Rückgabe Mietmaterial

18

Pflichteinsatz aller Vereine, Inventar prüfen

Als Faustregel für die Personalplanung: Aufbau und Abbau zusammen benötigen etwa so viele Einsatzstunden wie ein ganzer Festtag – wer sie zu spät plant, plant zu knapp.

Was am Dorffest besonders relevant ist

Zusammenarbeit mehrerer Vereine, Kassenübergaben, Verkehr und Stände.

Mehrere Vereine im gleichen Fest

Turnverein, Musikverein, Feuerwehr und Landfrauen tragen gemeinsam ein Fest. Jeder Verein ist eine Gruppe, jeder Bereich hat einen Verantwortlichen aus dem zuständigen Verein.

Kasse, Bons und Übergaben

Bonverkauf und Kassen wechseln mehrmals pro Tag die Besetzung. Wechselgeld, Abrechnungsort und Ansprechperson stehen direkt in der Schicht – das reduziert Differenzen am Sonntagabend.

Parkplatz- und Verkehrsdienst

Dieser Posten wird gern unterschätzt und ist doch bewilligungsrelevant. Er wird mit fixer Instruktionszeit und Angaben zur Rettungsachse geführt, damit die Ablösung dieselben Regeln kennt.

Stände als eigene Bereiche

Grill, Weinstube, Kuchenbuffet, Kinderspiele: Jeder Stand ist ein Bereich mit eigenen Schichten. Der Standverantwortliche plant selbst und muss nicht über das Organisationskomitee gehen.

Am Festtag selbst

Während das Fest läuft, hat niemand Zeit für Verwaltung. Deshalb hängt bei jedem Stand ein ausgedruckter QR-Code: Wer zur Schicht erscheint, checkt selbst ein. Der Standverantwortliche sieht auf dem Handy, wer eingetroffen ist, und trägt fehlende Personen mit einem Fingertipp nach. Wenn um 16:00 zwei von vier Personen am Grill fehlen, weiss er das um 16:05 und nicht erst, wenn die Schlange bis zur Kasse reicht.

Kurzfristige Änderungen sind am Fest die Regel: Regen, ein Sturz, ein Konzert, das länger dauert. Wird eine Schicht angepasst, erhalten nur die betroffenen Personen eine Nachricht. Nach dem Fest werden bei Änderungen an vergangenen Schichten gar keine Mails mehr versendet – die Nachbearbeitung stört niemanden mehr im Nachhinein.

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